Projekt Beschreibung

„Wir lieben unsere Flaschen.“

„Wir lieben unsere Flaschen.“

innocent revolutioniert das Pfandsystem

Der Saft- und Smoothiehersteller innocent kam mit dieser Aussage zu uns: „Wir lieben unsere Flaschen. Deshalb wollen wir sie, so gut es geht, wiederverwerten. Wir wollen ins deutsche Pfandsystem aufgenommen werden. Aber wie?“ Daraus entstand unmittelbar die Mechanik und Leitidee der Kampagne: Alle PET-Flaschen sollen mithilfe einer Petition ins Pfandsystem. Einer PETition sozusagen. Wir brauchen den gesellschaftlichen Diskurs mit dem Thema und den „Druck der Straße“.

Keyfacts

Co-Kreation
Kampagne
Social Media
Outdoor Advertising
Szenografie
Event

Berlin, 2020

Glas vs. PET

Um überzeugt zu sein von unserer Idee war noch ein Tiefencheck nötig, bevor es in die Kampagnenentwicklung geht. Plastik versus Glas, das ist die Frage. Warum füllt innocent nicht in Glasflaschen, so wie Andere?

Jetzt wissen wir: Einweg-Glas hat einen höheren CO2-Fußabdruck, als Einweg-PET. Denn Einweg-Glas ist schwerer beim Transport und kann nur mit hohem Energieaufwand geformt werden. PET kann hingegen noch im Supermarkt zerkleinert und grundsätzlich leichter transportiert werden. Außerdem ist der Energieaufwand geringer, um aus PET-Flakes eine Flasche zu machen. Es kommt auf die richtige Verwendung und Verwertung an. Darum soll’s in der Kampagne gehen.

„Vergesst Facebook und Instagram“

Unsere Kampagne bekam schon bei der Planung einen derben Dämpfer. Wie viele andere Unternehmen entschloss sich innocent im Rahmen der Bewegung #StopHateforProfit auf Werbeanzeigen bei Facebook und Instagram zu verzichten. Diese Hürde wurde zu einer spannenden Challenge: Die Alternativen waren Online-Native-Ads, Twitter, Snapchat, PR, Außenwerbung sowie Dark Posts in Netzwerken wie nebenan.de, die relevante Personengruppen direkt ansprachen. Als Sahnehäubchen gab’s für die Kampagne auch ein fruchtmächtiges Mural in Berlin.

Wir fordern: „Pfand für alle!“

Ganz am Anfang erarbeiteten wir das Kernstück der Kampagne – die „PETition“. Die Essenz daraus: Wir fordern den Bundestag auf § 31 Absatz 4 Nr. 7 VerpackG so zu ändern, dass Pfand- und Rücknahmepflichten auf alle PET-Einweggetränkeverpackungen ausgeweitet werden. Kurzform: Alle PET-Flaschen sollen ins Pfandsystem. Die Petition haben wir auf change.org veröffentlicht, mit dem Ziel, mindestens 50.000 Unterschriften zu sammeln. Denn nur so kann innocent und die gesamte Branche Relevanz und Resonanz bei den Bundesministerien erreichen. Spoiler: Geschafft.

Vorher überlegten wir uns noch, wie wir von allen Kommunikationsmedien die User zur Petition schaufeln können. Daher bauten wir eine eigene Landingpage, um sie noch ein bisschen mehr mit dem Thema aufzuladen und animierten mit einem Social Media-Kit zum Teilen der Kampagne. In einem Kampagnenvideo, indem die unpürierten Früchtchen die Stars sind, machten wir unsere Forderung mit Protestschildern klar. Wir entwickelten Texte für alle möglichen Medien, schrieben Redaktionspläne, Advertorials und arbeiteten an allen Fronten, um für die Sache zu überzeugen. Wir ließen sogar echte Flaschen selbst zum Protest antreten: Eine Million Smoothies erhielten von uns ein Protestschildchen aus Graspapier, um auch am POS auf die Kampagne aufmerksam zu machen. Allein hätten wir das nie geschafft, daher fettes Danke an alle Co-Kreatoren. Wir trinken einen Smoothie auf euch.

Animation Landingpage pfandfueralle.org

Wir fordern: „Pfand für alle!“

Ganz am Anfang erarbeiteten wir das Kernstück der Kampagne – die „PETition“. Die Essenz daraus: Wir fordern den Bundestag auf § 31 Absatz 4 Nr. 7 VerpackG so zu ändern, dass Pfand- und Rücknahmepflichten auf alle PET-Einweggetränkeverpackungen ausgeweitet werden. Kurzform: Alle PET-Flaschen sollen ins Pfandsystem. Die Petition haben wir auf change.org veröffentlicht, mit dem Ziel, mindestens 50.000 Unterschriften zu sammeln. Denn nur so kann innocent und die gesamte Branche Relevanz und Resonanz bei den Bundesministerien erreichen. Spoiler: Geschafft. Vorher überlegten wir uns noch, wie wir von allen Kommunikationsmedien die User zur Petition schaufeln können. Daher bauten wir eine eigene Landingpage, um sie noch ein bisschen mehr mit dem Thema aufzuladen und animierten mit einem Social Media-Kit zum Teilen der Kampagne. In einem Kampagnenvideo, indem die unpürierten Früchtchen die Stars sind, machten wir unsere Forderung mit Protestschildern klar. Wir entwickelten Texte für alle möglichen Medien, schrieben Redaktionspläne, Advertorials und arbeiteten an allen Fronten, um für die Sache zu überzeugen. Wir ließen sogar echte Flaschen selbst zum Protest antreten: Eine Million Smoothies erhielten von uns ein Protestschildchen aus Graspapier, um auch am POS auf die Kampagne aufmerksam zu machen. Allein hätten wir das nie geschafft, daher fettes Danke an alle Co-Kreatoren. Wir trinken einen Smoothie auf euch

Animation Landingpage pfandfueralle.org

Pop-up-Store

Doch nicht genug. Es ging nach Berlin. Am Moritzplatz, unweit des Kampagnen-Murals, haben wir mit Start der Petition einen Pop-up-Stores eröffnet. Hier konnte die Petition unterschrieben werden und wir zeigten den Gästen, wie man Plastik recyceln kann. Darüber hinaus wollten wir mit den Menschen und Experten der Branche ins Gespräch kommen. So luden wir an einem Abend zur Diskussionsrunde „No Planet B – Was tun? Let’s talk!“ ein und streamten das ganze Live, da sonst der Pop-up-Store aus allen Nähten geplatzt wäre.

Laden...

Geschafft!

Als vier Wochen Kampagnenzeitraum vorbei waren, hatten wir 76.873 Unterschriften gesammelt. Erfolg auf ganzer Linie. Whoop, Whoop. Wie weiter? Alle Unterschriften werden dem Bundesumweltministerium übergeben, mit der Bitte das Verpackungsgesetz und somit unser Pfandsystem nachhaltiger zu gestalten. Wir bleiben dran, die Geschichte ist noch nicht zu Ende erzählt. Alle PET-Flaschen müssen in den Pfandautomaten. Und das hoffentlich schon 2021.