Recap: Future Day 2017

Wir sind Wiederholungstäter. Auch in diesem Jahr ging es zum Future Day des Zukunftsinstituts nach Frankfurt. Warum? Weil wir Zukunft erdenken wollen, jenseits von Massenmedien und Panikmache. Dafür ist es gut, dass Hier und Jetzt zu verstehen und selbst zu wissen, was man in der Zukunft erreichen möchte. Auf dem Future Day trifft man genau diese Leute. Vom Wissenschaftler über den Philosophen hin zu den Praktikern mit ihren großartigen Projekten auf der ganzen Welt. Für euch ein kleiner Einblick in die Konferenz.

Die aktuelle Erregungsgesellschaft

Hauptthema des Kongresses war die aktuell vorzufindende Stimmungslage im Land. Matthias Horx sprach von einer Erregungsgesellschaft, in der Zukunft nicht mehr durch Fortschritt im Bereich Technologie und Ökonomie vorhergesagt wird, sondern durch Emotionen. Kollektive Ängste, befeuert durch Massenmedien, veränderten in den letzten Jahren die innere Haltung zum Thema Zukunft. Der Trend des „Awfulizing“ (Muster, bei dem man alles schlecht denkt und übertreibt) und der Typ des „Apokalyptischen Spießers“ finden darin ihren Höhepunkt. Warum die Mehrheit so erregt ist, könnte man simple an Schlagworten wie Trump, Terror oder Flüchtlingskrise erklären. Doch was ist, wenn diese Gründe nicht die Ursache, sondern Wirkung von etwas sind? Pfarrer und Karikaturist Küstenmacher vertritt genau diese These. Indem die Medien mit ihren Schlagzeilen die Angst bei jedem Einzelnen gezielt ansprechen, entfachen sie eine Massenwirkung. Aus Terrorismus in London wird einen Massenangst in den Köpfen der Frankfurter. Küstenmacher riet pragmatisch: „Glaube nicht all deinen Emotionen!“

Mauern im Kopf

Und „Glaube nicht alles, was du denkst!“, könnte Ola Rosling sagen, die Initiatorin des großartigen Street Dollar Projektes. 25 Fotografen sind derzeit auf der ganzen Welt für Ola unterwegs und fotografieren Menschen in ihrem Alltag. Wie bürsten sie sich die Zähne? Wo schlafen sie und wie sieht deren Behausung aus? Das Ergebnis ist verblüffend. So sind sich Menschen mit gleichem Einkommen auf der ganzen Welt viel ähnlicher in ihrer Art zu leben, als Menschen mit Einkommensunterschieden im gleichen Land. Gut zu wissen in Zeiten, wo Abschottung und Abgrenzung wieder an Stimmen gewinnen.

Trend Mindful Business

Wie man seine eigenen Grenzen im Kopf überwindet, zeigte uns Peter Bostelmann. Er entwickelte und implementierte ein Achtsamkeitsprogramm in die Firmenkultur bei SAP. Mit einer aktuellen Warteliste von 5.000 Teilnehmern weltweit und einer Effizienzsteigerung der teilgenommenen Mitarbeiter von 20% wird schnell klar, welche Bedeutung dieses Thema in Zukunft haben wird. Die beste Nachricht des Tages.

Das waren gerade mal Themen von 5 Speakern auf der Konferenz, gesprochen haben 16. Wir sind mit Wissen, Erkenntnissen, Motivation und Ideen voll bis zum Rand.

© Zukunftsinstitut GmbH 2017 / Future Day 2017 Impressionen

2017-10-10T14:55:30+00:00 17. Juli 2017|Blog|