• Die neue Sektion Dresden des Art Director Clubs gründete sich bei CROMATICS.

ADC gründet neue Sektion Dresden

Was längst überfällig zu sein schien …

Am 26. September 2019 stimmte der ADC auf seiner Hauptversammlung über eine Satzungsänderung ab. Antrag 8 der Tagesordnung lautete:

Die JHV möge beschließen Ziffer 7.1 wie folgt zu ändern:
7.1 Der Verein hat sechs sieben Sektionen…
f) die Sektion Berlin in den neuen Bundesländern Mecklenburg Vorpommern, Brandenburg und Berlin
g) die Sektion Dresden in den Bundesländern Sachsen-Anhalt, Thüringen und Sachsen.

Was wie eine kleine Änderung aussieht, war ein lang vorbereiteter Schritt. Nach 30 Jahren Mauerfall wurde es Zeit, dass der Osten Deutschlands nicht nur durch die Sektion Berlin vertreten ist. Da der Art Directors Club sich aber als »DAS gesamtdeutsche Netzwerk von exzellenten Kreativen« nennen will, war eine Neugründung einer ostdeutschen Sektion längst überfällig.
Das fiel zuerst Sabine Cole, Executive Content Director bei Loved.de, auf. Die Hamburgerin beschäftigte ein Titelblatt des Magazins Der Spiegel“ bei dem mal wieder über „Sachsen als Naziland“ berichtet worden war. „Viel zu oberflächlich und platt gedacht“, meinte Sabine und wollte zeigen, dass es gerade genug Kreative gibt, die das Gegenteil beweisen. Nur, diese Kreative waren alle nicht im ADC. Schließlich fühlten sich Design-Büros aus Dresden, Leipzig, Rostock, Weimar oder Jena nicht Berlin zugehörig. Sabine wollte aber neue Kreative im Art Directors Club aufnehmen und suchte nach Mitstreitern für eine Sektionsgründung.
Sie überlegte wen sie aus dem Osten kennt, der in der Kreativwirtschaft in Hamburg arbeitet und landete bei Thomas Stritz von Kolle Rebbe. Als Sabine ihm von ihrem Vorhaben erzählte, sagte Thomas: „Na dann kommst du an Schanzboy definitiv nicht vorbei!“. Gemeinsam mit unserem Chief Inoovation Officer gingen Sabine dann in Sachsen, Sachsen-Anhalt, und Thüringen auf die Suche bis man genug Kreative gefunden, vorgeschlagen und aufgenommen hatte, um die Sektion Dresden zu gründen.

  • Anette Scholz bewirbt sich für die Aufnahme beim ADC.
  • Schanzboy und Sabine Cole argumentieren um die neue Sektionsgründung in Dresden.
  • Mike Okay ist als neues Mitglied beim ADC dabei.
  • c
  • Thomas Prochnow aus Gera ist neu beim ADC.
  • Die Sektionsgründung Dresden fand bei CROMATICS statt.
  • Reger Austausch fand bei der Gründung der Sektion Dresden statt.
  • Die neue Sektion Dresden ist mit vielen Kreativen aus Sachen, Thüringen und Sachsen-Anhalt vertreten.

Für Vernetzung und besseren Austausch

Für den ADC ist die neue Sektion eine sinnvolle Bereicherung, nicht nur dass er unmittelbar wachsen wird, sondern auch auf kreativer Ebene: „Der Austausch zwischen den Sektionen und Fachbereichen wird bereits mit der Gründung zum gelebten Alltag – das bedeutet auch mehr Sichtbarkeit für die Kreativen aus Mitteldeutschland.“ sprach Schanzboy am Sektionsgründungstag. Sabine Cole verweist auf das Manifest des ADC: »Ohne Kommunikation würden wir einander nicht erreichen und nicht verstehen.« Die Sektionsgründung ist also ein logischer und überfälliger Schritt.
Direkt zur Gründung wurden drei neue Mitglieder einstimmig aufgenommen. Darunter sind Anette Scholz (Professorin für Design digitaler Produkte, Halle), Mike Okay (freier Künstler, u.a. bei Klub 7, Halle) und Thomas Prochnow (freier Künstler, Gera).
Vernetzung mit anderen Kreativen, Experten-Wissen austauschen, neues Selbstbewusstsein ausstrahlen.
Die Unangepasstheit und regionale Eigenheiten frischer Mitglieder tut dem ehrwürdigen ADC auf jeden Fall gut! 

Fotos: Thomas Schlorke